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Laser

Einsatz von Lasern in der Zahnheilkunde

Die positiven Eigenschaften der Lasertechnologie haben sich auch in der Zahnmedizin herumgesprochen und so finden sich immer mehr Zahnärzte, die die "heilenden Eigenschaften des Lichtes" nutzen und zu schätzen wissen.

 

Was viele Patienten jedoch nicht wissen: Bis heute sind nur Erbium-Lasersysteme (Er:YAG, Er:YSGG) in der Lage, Karies zu entfernen und damit den klassischen Bohrer zu ersetzen.

 

Sie sind in der Anschaffung extrem kostspielig und dementsprechend selten in den Praxen anzufinden. Alle anderen Dentallaser werden beispielweise zur Förderung des Heilungsprozesses und zur Entkeimung bei Wurzelbehandlungen, Parodontitis und Zahnfleischtaschen eingesetzt. Diese Geräte sind verhältnismäßig günstig und deshalb weit verbreitet.

 

Erbium-Laser variieren in ihrer Leistung stark von Hersteller zu Hersteller. Einige sind in ihrer Leistung nicht ausreichend dimensioniert, um vergleichbar schnell wie eine klassische Turbine Zahnschmelz abzutragen. Dieser Umstand schränkt den Anwendungsbereich solcher Laser ein und wird manchmal beim "Laserbohren" von Patienten und Zahnärzten bemängelt.

 

Das in unserer Praxis verwandte System trägt Zahnhartsubstanzen vergleichbar schnell ab wie die klassische Turbine und ist somit uneingeschränkt praxistauglich.

Wir setzen 2 Lasersysteme ein, die alle wichtigen Dentallaser-Indikationen abdecken:

-Laser-Füllungen

-Laser-Parodontitisbehandlung

-Laser-Wurzelbehandlungen

-Laser-Wurzelspitzenresektionen

-Lippenbändchenentfernung mit Laser, für viele Kinder eine große
Erleichterung.

Dieser Laser ersetzt den Bohrer

Stark schmerzreduziert:

- Klinische Untersuchungen bescheinigen Erbium-Systemen eine sehr hohe Patientenakzeptanz. Die Mehrzahl der Patienten berichtet, keine Schmerzen oder nur sehr geringe Schmerzen empfunden zu haben. Eine Lokalanästhesie (Betäubungsspritze) ist nur im Ausnahmefall notwendig (Keller et al., 1998).

- Wurzelbehandlung kann vermieden werden:

Durch die drucklose und vibrationsarme Arbeitsweise (Takamori et al., 2003) wird in Verbindung mit der sterilisierenden (keimtötenden) Eigenschaft (Hibst et al., 1996) eine maximale Nervschonung gewährleistet. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn die Karies bereits bis zum Zahnnerv vorgedrungen ist. Es wird in solchen Fällen vermieden, Mikroorganismen noch zusätzlich in den blutenden Nerv einzurotieren, wie beim klassischen Bohrer der Fall. Unsere praktische Erfahrung bestätigt überwältigend eindeutig , dass nachfolgende Wurzelbehandlungen nach Laserfüllungen die absolute Ausnahme bleiben.

- Angenehmere Akustik - wichtig für Angstpatienten:

Das typische Kreischen und Brummen entfällt bei der Laser-Anwendung vollständig. Die Arbeitsgeräusche des Lasers werden als "Plopp-Töne" wahrgenommen, die je nach notwendiger Leistungseinstellung leiser oder lauter erscheinen. Übereinstimmend werden diese Töne nicht als unangenehm empfunden.

 

- Weitere Einsatzgebiete:

 

Wurzelspitzenentfernung:

Eine Wurzelspitzenresektion (WSR) ist immer dann angezeigt, wenn die klassische Wurzelbehandlung nicht abgeschlossen werden konnte.
Die Entfernung von Knochen und der betroffenen Wurzelspitze erfolgt berührungsfrei durch Verdampfen, das Gewebe wird gleichzeitig sterilisiert.


Nach einer Laser-WSR zeigen sich in der Praxis deutlich weniger postoperative Beschwerden als nach einer klassisch durchgeführten WSR. Klassisch durchgeführte WSRen erfolgen mit groben Knochenfräsen, die größere thermische Schäden hinterlassen als ER:YAG-Laser ( Amir Pourzarandian, Hisashi Watanabe et al., 2004), weiter kann nicht immer vermieden werden, infiziertes Gewebe im Arbeitsbereich der Fräsen zu verteilen und in gesundes Gewebe einzurotieren.

Im Übrigen fehlt den Fräsen die sterilisierende Eigenschaft des Lasers.

 

- Lippenbändchenentfernung:

Immer wieder kommt es bei Kindern zu einer Insertion des vorderen Oberkieferlippenbändchen in die Papille zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen. Hierdurch bedingt entsteht durch Lippenbewegungen eine Zugspannung, welche die Zähne auseinander bewegt und eine Lücke entstehen lassen kann. Um dies zu vermeiden, ermöglicht uns der Erbium-Laser die schonende Abtragung des Bändchens ohne Skalpell und Naht.

Eltern berichten häufig, nach Abschluss der Behandlung ohne Verabreichung von Schmerzmitteln ausgekommen zu sein. Der komplikationslose Wundheilungsverlauf ist vermutlich der sterilisierenden Wirkung des Lasers zuzuschreiben.

 

- Zahnhalsüberempfindlichkeiten:

Eine klinische Studie belegt eine signifikante Reduktion von Zahnhalsüberempfindlichkeiten nach Laser-Anwendung. Es zeigte sich zusätzlich eine signifikante Überlegenheit des Laser gegenüber einer medikamentösen Therapie nach 2 und 6 Monaten (Schwarz et al., 2002).

 

- Parodontitis Behandlung:

Ist es zu entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparates mit Knochenrückgang gekommen, der schlimmstenfalls zur Zahnlockerung und Zahnverlust führen kann, ist eine vollständige Reinigung und Entkeimung der betroffenen Zähne notwendig.

 

Das hohe bakterizide Potential des Er:YAG- Lasers konnte von Endo et al. bereits 1996 nachgewiesen werden. Schwarz untersuchte 2001 den Einsatz des Lasers im Vergleich zum Einsatz von Handinstrumenten. Alle Ergebnisse der Lasergruppe waren der mit Handinstrumenten behandelten Gruppe nach 6 Monaten signifikant überlegen. Eine weitere Studie von Schwarz et al. 2003 zeigte, dass die Parameter über einen Zeitraum von 24 Monaten erhalten werden können.

Wie eine Patientenbefragung ergab, wurde die Behandlung mit dem Er:YAG-Laser als deutlich angenehmer empfunden.

- Weißheitszahnentfernung:

Auch die Entfernung retinierter Weißheitszähne mittels Laser verlaufen für die Patienten angenehmer, da die starken Vibrationen der Knochenfräse entfallen. Die geringere thermische Schädigung des Knochens ermöglicht einen günstigeren Wundheilungsverlauf. ( Amir Pourzarandian, Hisashi Watanabe et al., 2004)

Einsatzgebiete Nd:YAG - Laser

Effektive Entkeimung befallener Strukturen:

- Parodontitis Behandlung:

 

Der Einsatz des Nd:YAG-Lasers ist aufgrund seiner hohen bakteriziden Potenz eine sinnvolle, die konventionelle Therapie ergänzende Maßnahme bei entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparates. Eine schnelle Rekonolisierung der betroffenen Taschen kann verhindert werden und die Taschentiefen und Blutungsneigung gehen zurück. Statistisch signifikante Unterschiede zugunsten der Lasermethode ergeben sich vor allem bis 1 Monat nach Behandlungsende. Ein Recall alle 3 Monate und eine Nachlaserung bei positivem Befund am betroffenen Parodontium ist daher anzustreben (Gutknecht et al., 2004). Beaumont et al. stellten 2004 übereinstimmend fest, dass durch die zusätzliche Laseranwendung die Gesamtzahl an parodontal-pathogenen Keimen verringert und der Heilungsprozess beschleunigt wird.

 

- Wurzelbehandlungen:

 

Der Einsatz des Nd:YAG Lasers eröffnet Patienten mit infizierten Zahnwurzelkanälen die Möglichkeit, chirurgische Maßnahmen zu vermeiden. Das Entfernen der Wurzelspitzen infizierter Zähne ist anfangs oft mit guten Ergebnissen verbunden, der Langzeiterfolg aber deutlich limitiert (Chalfin et al., 1993; Allen et al., 1989). Wurzelbehandlungen lassen sich in Bereichen entscheidend verbessern, die sich bisher einer therapeutischen Einflussnahme durch den Zahnarzt entzogen.(Kovacs et al., 1993; Kimura et al. 2000). In einer in vitro - Studie von Gutknecht 1996 konnten durch die Laserbestrahlung 97,12% - 99,9997% der in die Wurzelkanäle injizierten Enterococcus faecialis Bakterien eliminiert werden.

 

 

 

Weitere Einsatzgebiete:

 

- Herpes simplex labialis:

 

Wir empfehlen das Aufsuchen der Praxis bei den ersten Anzeichen von Lippenherpes (Kribbeln). Der Herpes Ausbruch wird sofort und nachhaltig beendet,  Juckreiz und Schmerzen werden vollständig beseitigt - eine einmalige Anwendung pro Ausbruch genügt.

Der wichtigste Vorteil: Nach unseren Erfahrungen werden die Ausbruchsintervalle bei regelmäßiger Anwendung  deutlich länger und die Intensität und Größe nimmt ebenfalls deutlich ab.

 

 

- Aphthenbehandlung:

 

Aphthen sind häufig wiederkehrende, schmerzhaft rötliche Veränderungen der Mundschleimhaut, die ebenfalls mittels Laser gut behandelt werden können.

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